Tuesday, 11 November 2008

Kaikoura (28.10.2008)

Das Dorf Kaikoura, gelegen auf einer Landzunge an der Ostküste, deren Form an die einer Waalschwanzflosse erinnert, war eine Art Zwischenstation auf dem Weg nach Wellington. Wir hatten eine Whale Watch-Bootstour gebucht. Sehr touristisch! In schnellen Katamaranen rasten etwa 70 Touristen und eine stattliche Mannschaft über den Rand des Kontinentalschelfs hinaus. Dort, im etwa 1200 Meter tiefen Wasser gehen Pottwale (auf englisch heißen sie lustigerweise sperm whale) auf etwa 40-60 Minuten lange Tauchgänge, bevor sie wieder einige Minuten zum Atmen auftauchen. Vor Kaikoura lassen sich auch andere Wale sehen, aber scheinbar nicht zu dieser Jahreszeit. Diese wären zum Beispiel Südkaper (southern right whale) und Blauwale (blue whale). Geortet werden die tonnenschweren Tiere mit einem Hydrophon, welches den von ihnen ausgehenden Schall wahrnimmt, und von der Mannschaft, die nach den ausgespienen Wasserfontainen Ausschau hielt. Die Schiffe fahren löblicherweise nur bis auf etwa 15 Meter an die über zwanzig Meter langen Tiere an der Oberfläche heran. Sie nähern sich dabei auch nur so, dass der Wal sie sehen kann, damit er nicht nervös wird. Da treibt das Tier dann wie ein grauer Felsen, sprüht Wasser in die Höhe und taucht irgendwann ab, wobei es die Schwanzflosse nachzieht - das berühmte Bild. Wir sahen zwei verschiedene Wale jeweils zwei Mal. Im Grunde ist eine Sichtung wie die andere, ohne Teleobjektiv ließen sich auch keine interessanten Fotos machen. So genoss ich eher die majästetische Ruhe, welche die Tiere ausstrahlten.
Wir bekamen zwar keine anderen Wale mehr zu sehen, wohl aber Albatrosse, welche innerhalb von 24 Stunden 1000 Kilometer segeln können, andere Vögel, sowie neuseeländische Seebären (fur seal).
Als wir nach der Tour mit den Autos gerade abfuhren, blickte ich den Strand herunter auf den offenen Pazifik hinaus, als ich plötzlich im flachen Wasser eine Bewegung wahrnahm. Und so erblickten wir bei genauerem Hinsehen alle auch noch einen Delfin. Wozu in die Ferne schweifen, sieh! das Gute liegt so nah.

Ein abtauchender Pottwal.

Das Hydrophon.

Ein Albatross - schwimmend sehen sie eher dick aus, da sie ihre riesigen Flügel geschickt zusammenfalten.

1 comment:

Brauel in Ulaya said...

Heute Morgen landete ein Albatros auf meinen Balkon: Vielen Dank für die schöne Postkarte!