Monday, 28 January 2008

Kommentare

DocPoint (Dokumentarfilmfestival) ist gelaufen, ich war vier Filme schauen:

Models (Ulrich Seidl) mit Joanna und Katri
- handelt vom Leben von Models in Wien. Ab 18. War interessant, hat aber keine nachhaltigen Gefühle geweckt - dafür war zu wenig Neues im Paket.

Voices of Bam (Aliona van der Horst, Maasja Ooms) mit Timo Schadt und Torsti
- Bilder und Geschichten aus Bam, einer Stadt im Iran, die 2003 von einem Erdbeben verwüstet wurde. 30 000 der 100 000 Einwohner kamen ums Leben. Sehr rührender und aufwühlender Film.

Havana - die neue Kunst, Ruinen zu bauen (Florian Borchmeier, Matthias Hentschler) mit Elina
- Geschichten aus den bewohnten Ruinen der kubanischen Hauptstadt. Sehr philosophisch; was ist eine Ruine? Was unterscheidet die Ruinen Kubas von denen Roms? Umwerfende Kameraführung und Ästhetik!

Import Export (Ulrich Seidl)
- Am Rand der EU: eine ukrainische Krankenschwester kommt nach Österreich um als Putzfrau zu arbeiten, ein Wiener Junge flieht vor seinen Gläubigern in die Ukraine um sich dort durchzuschlagen. Hart an der Grenze Doku|Fiktion. Die Handlung war fiktiv; aber es war kein bisschen Fiktion daran. Schaute sich leichter als die "echten" Dokus.

Den letzten Film war ich allein schauen. Geplante Gesellschaft war Timo, doch es gab ein Missverständnis, was die Zeit anging, so dass er es nicht rechtzeitig schaffte. So blieb mir eine Serienkarte übrig, die ich zum Glück für 4 Euro an eine Frau verkaufen konnte. So hatte ich 50 Cent Verlust und die Frau 2 Euro Gewinn gemacht.


Kommentare zu meinen Haaren bisher:

"Sul on siisti tukka, saadaanks me halata sua?!" ("Du hast coole Haare, dürfen wir dich umarmen?!") - zwei mir unbekannte, ca. 14-jährige Mädchen

"Hei, te punatukkaiset ystäväni!" ("Hallo, meine rothaarigen Freunde!")
- ein sichtlich Betrunkener der in mir und meinen (nicht rothaarigen) Freunden Zigarettenspender sah

"Oh my gooood! Red alert!" - Papa

"Punahilkka" ("Rotkäppchen") - die halbe Welt

Sunday, 27 January 2008

Permanent





Danke an Stephu für die Hilfe beim ersten Färben.

Friday, 25 January 2008

Festivalfieber

Auch nette Leute haben manchmal Unrecht: Es kam mitunter vor, dass Freunde von mir sich beklagten, in Helsinki sei nie was los. Gut, es ist nicht New York, Paris oder Berlin. Und Gott sei Dank auch nicht Detroit oder L.A..
In meinen Augen ist das trotzdem Quark. Jetzt zum Beispiel: Es laufen gerade zwei Festivals, die ich kurz vorstellen will.

DocPoint, ein Dokumentarfilmfestival, das vom 23.1. bis zum 27.1. dauert. Ich habe leider nirgendwo in meinen Broschüren oder im Netz die Anzahl der gezeigten Filme gefunden, aber glaub mir - ich fang bestimmt nicht an zu zählen. Nicht aus Faulheit, sondern, weil der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat und ein durchzählter Tag ein vergeudeter Tag im Leben ist. (Ich übertreibe gerade etwas.)
Wiedemauchsei, heute gehe ich "meinen" ersten Film schauen: Models von Ulrich Seidl. Es laufen übrigens etwa zehn Filme von diesem österreichischen Resischör. Ausgesucht hat speziell diesen aber die Dame.
Es werden weitere folgen, ich habe eine Zehnerkarte für 45 Euro gekauft. 50 ist der Preis für Nichtstudenten.

SibaFest ist das erst zum zweiten Mal stattfindende Festival der Sibeliusakademie (genannt Siba), der Musikhochschule. Es dauert eine gute Woche und hat gerade begonnen. Ich habe mir das Programm auf Papier besorgt, alles angestrichen, was ich hören will (Seminare, Studia generalia, Konzerte, Improvisationen, Kaffehausgeklimper, blablabla). Dann habe ich schweren Herzens meinen Kalender hinzugenommen und alles eingetragen, was auch zeitlich in Frage kommt.
Erstmals seit meiner Chorkarriere bei Dominante überlege ich, ob ich nicht zur dreistündigen Probe am Montagabend gehen soll: Es laufen drei Konzerte währenddessen, die ich alle sehen möchte. Andererseits ist die kommende die erste Probe, bei welcher der Orchesterdirigent anwesend ist. Wir singen Romeo und Julia von Hector Berlioz.


Tengo que ir, la película empieza a las 22:00.

Thursday, 24 January 2008

Scheitern

Seitdem Martin ausgezogen ist, gab es zunächst die Geophysiker vom Mönchsberg (Joanna und ich), jetzt gibt es die Gitarristen vom Mönchsberg (Torsti und ich). Doch da ich das Gefühl habe, dass es wenig Sinn macht, seinem Mitbewohner einen Blog aufzuzwingen, werde ich von nun an solo schreiben. Ende Prolog.

Die Hohe Kunst Des Scheiterns will zur Zeit verbittert von mir gelernt werden.
Das Ergebnis meines Auswahlseminars der Studienstiftung des Deutschen Volkes vor zwei Wochen in Bad Homburg (Hessen, 40km nordöstlich von Mainz) war die Nichtaufnahme - wenn das die "berufliche", also in meinem Fall die "studentische" Ebene abdeckt, so sieht es im Bereich von Beziehung und Partnerschaft auch eher frostig aus.
Wie man sieht, lerne ich viel.

"If life's not beautiful without the pain,
well, I guess I'd just rather never ever even see beauty again."
wortkünstelt Modest Mouse.

Wer das Lied ganz hört, kann sich zumindest gut vorstellen, dass diese Zeilen ironisch gemeint sind. Amen.

(Oder, wie Homer J. Simpson irrigerweise sagt: Omen.)