Auch nette Leute haben manchmal Unrecht: Es kam mitunter vor, dass Freunde von mir sich beklagten, in Helsinki sei nie was los. Gut, es ist nicht New York, Paris oder Berlin. Und Gott sei Dank auch nicht Detroit oder L.A..
In meinen Augen ist das trotzdem Quark. Jetzt zum Beispiel: Es laufen gerade zwei Festivals, die ich kurz vorstellen will.
DocPoint, ein Dokumentarfilmfestival, das vom 23.1. bis zum 27.1. dauert. Ich habe leider nirgendwo in meinen Broschüren oder im Netz die Anzahl der gezeigten Filme gefunden, aber glaub mir - ich fang bestimmt nicht an zu zählen. Nicht aus Faulheit, sondern, weil der Tag nur vierundzwanzig Stunden hat und ein durchzählter Tag ein vergeudeter Tag im Leben ist. (Ich übertreibe gerade etwas.)
Wiedemauchsei, heute gehe ich "meinen" ersten Film schauen: Models von Ulrich Seidl. Es laufen übrigens etwa zehn Filme von diesem österreichischen Resischör. Ausgesucht hat speziell diesen aber die Dame.
Es werden weitere folgen, ich habe eine Zehnerkarte für 45 Euro gekauft. 50 ist der Preis für Nichtstudenten.
SibaFest ist das erst zum zweiten Mal stattfindende Festival der Sibeliusakademie (genannt Siba), der Musikhochschule. Es dauert eine gute Woche und hat gerade begonnen. Ich habe mir das Programm auf Papier besorgt, alles angestrichen, was ich hören will (Seminare, Studia generalia, Konzerte, Improvisationen, Kaffehausgeklimper, blablabla). Dann habe ich schweren Herzens meinen Kalender hinzugenommen und alles eingetragen, was auch zeitlich in Frage kommt.
Erstmals seit meiner Chorkarriere bei Dominante überlege ich, ob ich nicht zur dreistündigen Probe am Montagabend gehen soll: Es laufen drei Konzerte währenddessen, die ich alle sehen möchte. Andererseits ist die kommende die erste Probe, bei welcher der Orchesterdirigent anwesend ist. Wir singen Romeo und Julia von Hector Berlioz.
Tengo que ir, la película empieza a las 22:00.
Friday, 25 January 2008
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