- Geschrieben am Montag, den 21.4., dem ersten Tag der Klassenfahrt -
Im Hintergrund das Gebäude, in dem wir hausten.
Ich fackelte nicht lange, als mich mein letzter Klassenlehrer Rainer anrief , erzählte, dass die Lehrerinnen Jessica und Stefanie die 4a in die finsteren Wälder Nordost-Espoos entführen würden, und fragte, ob ich nicht Lust hätte, den dritten Mann zu mimen.
Von Montag bis Mittwoch sitze ich nun hier fest – genial! Flucht vorm Alltag, Eskapismus! Vorm Studium fliehe ich nicht, das will ich auch gar nicht. Macht ja trotz allem Stress Spaß. So habe ich außer Gitarre, Noten und Kamera auch Kursmaterialien, Aufgabenblätter und
Von Montag bis Mittwoch sitze ich nun hier fest – genial! Flucht vorm Alltag, Eskapismus! Vorm Studium fliehe ich nicht, das will ich auch gar nicht. Macht ja trotz allem Stress Spaß. So habe ich außer Gitarre, Noten und Kamera auch Kursmaterialien, Aufgabenblätter und
MacBook dabei. Auf Letzteres habe ich einige .pdf:s von den Internetseiten verschiedener Kurse geladen.

Bis jetzt läuft hier alles wie Spucke auf der Türklinke, die Mädchen sind braver als die Jungs, das Wetter ist blendend. Wir drei Betreuer haben Einzelzimmer, auch wenn ein paar Mädchen, die in mir einen Vertrauten gefunden haben, es nutzen, um die geheimen Aktivitäten der Knaben zu überwachen. So kommt es schon mal vor, dass ich zugeraunt bekomme: „Die Laura ist jetzt als Agentin bei den Jungs, wir haben gleich Geheimtreffen in deinem Zimmer.“ --- wie gesagt, alles im Lot aufm Boot. Auch zum Lernen und Gitarre spielen komme ich hier, beispielsweise, wenn die Pänz gerade Schätze suchen (die ich, wie sich herausstellt, „entwendet“ habe, sodass die Schatzsuche zur Stefanjagd wird).
Bisweilen spüre ich in den Knochen, dass ich bald zwanzig werde. Ich werde aber auch hart in Anspruch genommen - die lieben Mädels reichen mir Taschen zum Tragen; wollen Huckepack genommen werden (und dann schreien sie „RENN!“ was ich Idiot auch noch mache); zerren mich kurzerhand dahin, wo sie mich gerade haben wollen. Von wegen leicht verdiente Kohle! Da lobe ich mir doch die zukünftigen Bartträger. Die gehen wenigstens nur im Wald verschollen und müssen gesucht werden...

Zum Glück gibt es reichlich Essen und ruhige Momente. Auch eine Flasche Rotwein für nach Sonnenuntergang haben die Lehrerinnen dabei. Wie man sieht, mir geht’s gut.
Da links ging es sehr tief und steil runter. Ich hab den Damen einen Riss im Felsen gezeigt und gesagt: "Näher als das geht ihr mir nicht an den Abhang!" Haben die sich sofort dran gehalten, fand ich toll.
Bis jetzt läuft hier alles wie Spucke auf der Türklinke, die Mädchen sind braver als die Jungs, das Wetter ist blendend. Wir drei Betreuer haben Einzelzimmer, auch wenn ein paar Mädchen, die in mir einen Vertrauten gefunden haben, es nutzen, um die geheimen Aktivitäten der Knaben zu überwachen. So kommt es schon mal vor, dass ich zugeraunt bekomme: „Die Laura ist jetzt als Agentin bei den Jungs, wir haben gleich Geheimtreffen in deinem Zimmer.“ --- wie gesagt, alles im Lot aufm Boot. Auch zum Lernen und Gitarre spielen komme ich hier, beispielsweise, wenn die Pänz gerade Schätze suchen (die ich, wie sich herausstellt, „entwendet“ habe, sodass die Schatzsuche zur Stefanjagd wird).
Bisweilen spüre ich in den Knochen, dass ich bald zwanzig werde. Ich werde aber auch hart in Anspruch genommen - die lieben Mädels reichen mir Taschen zum Tragen; wollen Huckepack genommen werden (und dann schreien sie „RENN!“ was ich Idiot auch noch mache); zerren mich kurzerhand dahin, wo sie mich gerade haben wollen. Von wegen leicht verdiente Kohle! Da lobe ich mir doch die zukünftigen Bartträger. Die gehen wenigstens nur im Wald verschollen und müssen gesucht werden...
Auf dem Weg zum See.
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Nachbemerkung: Nach der Fahrt hatte ich erst mal ein wundervolles Fieber incl. extremen Kopfschmerzen, die ich allerdings innerhalb von 1,5 Tagen praktisch komplett loswurde. Die Krankheit hinderte mich nicht daran, am Mittwochabend ins Konzert von E.S.T. und am Donnerstagmittag in die Statistikprüfung zu gehen. In letzterer brauchte ich zwar etwa eine Stunde, um einen halbwegs klaren Kopf zu bekommen, sie ging aber dennoch sehr gut, den Zeitmangel gab es nicht.
2 comments:
Was that ("finsteren Wälder Nordost-Espoos") Nuuksio National Park ? :S
Not exactly, it meant the place in the heading: Velskola. I think Nuuksio is more to the northWEST, but I admit I'm not very familiar with the borderline of Espoo... the "city's" area is huge, after all.
(Or did you mean northwest and just misunderstand the german "ost", which is not "ouest" but "est" in french :D)
Ca suffira - Stefan :P
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